Nordamerika

Trump auf dem Prüfstand: US-Zwischenwahlen haben begonnen

In den USA finden heute die Zwischenwahlen statt. Bei den sogenannten "Midterms" stehen im Repräsentantenhaus sämtliche 435 Sitze zur Wahl. Das kommende Mehrheitsverhältnis ist wegweisend für kommende Strategien und Entscheidungen der Trump-Administration.
Trump auf dem Prüfstand: US-Zwischenwahlen haben begonnen

249,75 Millionen US-amerikanische Staatsbürger ab 18 Jahren in 50 Bundesstaaten entscheiden heute über die kommenden Machtverhältnisse im Kongress in Washington. Laut US-Medienberichten haben dabei bereits Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Die sich abzeichnende Wahlbeteiligung bei der vorzeitigen Stimmabgabe sei damit "auf dem besten Weg, die der letzten Zwischenwahlen vor zwei Jahren zu übertreffen", so die Associated Press-Agentur mitteilend.

Am heutigen Dienstag bestimmen die US-Wähler darüber, wie es politisch in den nächsten zwei Jahren in Washington und mehreren Bundesstaaten weitergeht. In der Aufschlüsselung des heutigen Wahltages werden für das Repräsentantenhaus sämtliche 435 Sitze bestätigt, oder neu besetzt. Im Senat werden zudem regulär 33 der 100 Sitze neu vergeben. In 36 Bundesstaaten bestimmen die Bewohner die Wahl des zukünftigen Gouverneurs.

Die Demokraten hoffen weiterhin darauf, eine verlorene Mehrheit in beiden Kammern zurückzuerobern, die aktuell mit Start der Trump-Regierung unter republikanischer Kontrolle stehen.

Der Abstand zwischen den Republikanern und den Demokraten verringerte sich laut Medien dabei noch kurz vor dem "Midterm-Tag". Demnach beabsichtigen 46 Prozent der registrierten Wähler einer am Montag abgeschlossenen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge für die Demokraten zu stimmen. 38 Prozent der Befragten wollen weiterhin den Republikanern ihr Vertrauen aussprechen.

Drei zurückliegende wichtige Umfragen, bei den drei Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2016, 2020 und 2024, sahen dabei jeweils die Republikaner unter Donald Trump hinter den Demokraten liegen.

Im Streit um das kontrovers diskutierte Thema der Briefwahlstimmen in Kalifornien war ein Antrag der Regierung von US-Präsident Donald Trump vor dem Obersten Gerichtshof der USA zurückgewiesen worden. Dabei ging es um die gesonderte Aufbewahrung der Stimmzettel von rund 20.000 Wählern, bei denen es sich nach Einschätzung des Justizministeriums "möglicherweise nicht um US-Staatsbürger handeln soll", so US-Medien. Die finale Entscheidung des Supreme Court diesbezüglich erfolgte knapp, erst am Vorabend der Zwischenwahlen.

Die Zwischenwahlen gelten generell als wichtiger Gradmesser und Stimmungstest für die amtierende Regierung. Da die USA über mehrere Zeitzonen verfügen, schließen die Wahllokale zeitversetzt. Erste belastbare Hochrechnungen werden damit am Abend des 3. November erwartet.

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