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Peskow über Atomwaffen in Litauen: Vilnius wäre automatisch Ziel für Russland

Litauen erwägt neuerdings die Möglichkeit, die Stationierung von Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet zu genehmigen, und betrachtet dies als Abschreckungsmaßnahme. Sollte Litauen jedoch Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet stationieren, würde es selbst ins Visier ähnlicher russischer Sprengköpfe geraten, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag im Interview mit Pawel Sarubin.

Am 10. September hatte der Sprecher des litauischen Seimas, Juozas Olekas, mitgeteilt, dass das Parlament beabsichtige, noch in diesem Winter einen Verfassungszusatz zu prüfen, der es ermöglichen würde, das Verbot der Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Land aufzuheben.

Derzeit verbietet Artikel 137 der Verfassung die Stationierung solcher Waffen sowie ausländischer Militärstützpunkte auf litauischem Territorium. Olekas begründete die Notwendigkeit der Änderung damit, dass die geltende Beschränkung nicht mehr der geopolitischen Realität entspreche. Seinen Worten zufolge sei Abschreckung für die Wahrung des Friedens notwendig, und Litauen sei aufgrund des verfassungsrechtlichen Verbots ein "Ausreißer" unter den NATO-Staaten.

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