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Fisch aus Russland: EU ist viertgrößter Abnehmer

Mit einem Volumen von mehr als 200 Millionen US-Dollar jährlich ist die EU der viertwichtigste Exportmarkt für russischen Fisch. Ganz unabhängig davon will Moskau laut dem Leiter der russischen Fischereibehörde die Lieferungen im Falle neuer "Fischsanktionen" einfach in andere Länder umleiten.
Fisch aus Russland: EU ist viertgrößter AbnehmerQuelle: Sputnik © Alexander Krjaschew

Russland liefert jährlich Fisch und Fischereiprodukte im Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar in die Europäische Union. Doch nach Angaben des Leiters der russischen Fischereibehörde Rosrybolowstwo, Ilja Schestakow, könnten diese in andere Länder umgelenkt werden, falls die EU zur Idee der Aufnahme dieser Waren in die Sanktionsliste zurückkehrt.

Am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums, das derzeit in der russischen Stadt Wladiwostok stattfindet, erklärte Schestakow, die EU sei für Russland in diesem Bereich der viertwichtigste Exportmarkt. Die russischen Fischereiprodukte seien für den europäischen Markt von großer Bedeutung und ohne sie werde es für die europäischen Verbraucher spürbar schwieriger.

Zu den Absichten der Europäischen Kommission, russische Fischereiprodukte in die 21. Sanktionsliste aufzunehmen, sowie dem anschließenden Rückzug von dieser Idee sagte Schestakow, dass die Einführung der Sanktionen für Russland nicht kritisch wäre, weil Russland seine Fischereiprodukte in mehr als 90 Staaten liefert. Der Leiter der russischen Fischereibehörde erklärte:

"Für uns ist der europäische Markt einerseits wichtig, andererseits aber nicht kritisch, denn wir können diese Mengen jederzeit in andere Länder umlenken."

Auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr der Europäer zur Idee von "Fischsanktionen" sagte Schestakow, dass in diesem Falle vor allem die Einwohner der EU darunter leiden würden. Man müsse sich um die Verbraucher und um die verarbeitenden Betriebe kümmern, die unter anderem aus russischem Rohstoff Fertigprodukte herstellten.

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