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Statt St. Petersburg: Kanye West zu Auftritt in Mittelalter- und Inquisitionsmuseum eingeladen

Nach der Absage des Konzerts in Sankt Petersburg hat Rap-Ikone Kanye West nun dennoch die Chance, einen Auftritt im Land zu geben. Einen Ort dafür möchte ihm das Museum für das Mittelalter und die Inquisition in der Region Krasnodar anbieten.
Statt St. Petersburg: Kanye West zu Auftritt in Mittelalter- und Inquisitionsmuseum eingeladenQuelle: Legion-media.ru

Mitte August hatte die Konzertagentur Say Agency der Agentur RIA Nowostimitgeteilt, dass Kanye West am 10. und 11. Oktober zwei Konzerte in der Gazprom Arena in Sankt Petersburg geben werde.

Am Montag erklärte die Veranstaltungsstätte jedoch, dass sie keine Verträge über die Anmietung des Stadions für das Konzert des US-Rappers abgeschlossen habe, weshalb die Veranstaltung nicht in der Arena stattfinden könne. Dabei wurde, wie viele Medien berichteten, die Absage des Konzerts des umstrittenen Rappers in Sankt Petersburg "auf Anweisung von oben" vorgenommen.

Fast 100.000 bereits gekaufte Tickets können nun nur schwer zurückgegeben werden, und wie es mit dem geplanten Konzert weitergeht, ist ungewiss. Doch Hilfe kam aus unerwarteter Richtung: Wladimir Wladimirow, Direktor des Museums für das Mittelalter und die Inquisition unweit von Anapa, wandte sich an West und bot das Museum als Konzertort an. Wladimirow nahm eine öffentliche Videobotschaft in den sozialen Netzwerken auf und sandte einen offiziellen Brief an Vertreter Wests mit dem Vorschlag, das Konzert an einem alternativen Veranstaltungsort im Schloss Löwenkopf in der Ortschaft Sukko unweit von Anapa abzuhalten, wo sich das Museum für das Mittelalter und die Inquisition befindet. In seiner Botschaft sagte er:

"Wir haben hier eine wunderschöne Arena für 1.500 Personen, da finden alle Platz. In Sankt Petersburg regnet es gerade, und es ist matschig, aber hier bei uns in Anapa ist das Wetter herrlich: Meer, Sonne, die wunderbare Luft von Sukko ... Hier gibt es Hexen, Zauberer, Prinzessinnen, Ritter und Rüstungen – alles ist da. Man kann nicht nur zuschauen und zuhören, sondern sich auch selbst in Rüstungen verkleiden."

Was die Vertreter des Rappers dem Museumsdirektor geantwortet haben, ist bislang nicht bekannt. Aber irgendetwas lässt vermuten, dass Kanye, obwohl das Inquisitionsmuseum zu seinem provokanten Image passt, diesen Vorschlag wohl kaum annehmen wird.

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