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Nach Zaundurchbruch am Leipziger Flughafen: Verdächtige stellen sich

In den mysteriösen Vorfall am Flughafen Schkeuditz kommt etwas Licht ins Dunkel: Zwei Syrer stellten sich jetzt der Polizei. Sie gaben an, am Samstagabend versehentlich – im Rahmen einer unerlaubten Fahrübung – das Loch im Sicherheitszaun verursacht zu haben.
Nach Zaundurchbruch am Leipziger Flughafen: Verdächtige stellen sichQuelle: Sputnik © Jewgeni Bijatow

Nach dem angeblichen Fund einer Sprengstoffdrohne Anfang August am Leipziger Flughafen war es der zweite Schreckmoment binnen weniger Monate: Am vergangenen Samstagabend wies ein Sicherheitszaun am Nordteil des Flughafens Leipzig-Halle eine Lücke auf. Der Verdacht: Unbekannte haben mit einem Auto den Zaun durchbrochen und somit Unbefugten den Zutritt zum Flughafengelände ermöglicht. Freilich fand sich weder eine Spur von dem als Tatmittel dienenden Auto noch von verdächtigen Personen.

Nun könnte womöglich alles harmloser gewesen sein als ursprünglich gedacht. Wie zunächst auf dem Online-Portal von Bild heute berichtet, haben sich die Verantwortlichen für den Zaundurchbruch bei der Polizei gemeldet. Dies geschah im Beisein ihrer Anwälte.

Es soll sich bei den beiden Männern, die den Zaun des Flughafens beschädigt haben, um zwei Syrer im Alter von 20 und 32 Jahren handeln. Dem Bild-Bericht zufolge bekannten sie sich dazu, den Vorfall verursacht zu haben, wobei der Halter des Wagens keine näheren Angaben machte.

Den Aussagen zufolge geschah die Sachbeschädigung unabsichtlich, im Rahmen einer unerlaubten Fahrübung zur Führerscheinprüfung des 20‑Jährigen, der am Steuer des Unfallwagens saß. Der Fahrschüler hat demnach die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Das Geständnis soll bereits am Sonntagabend erfolgt sein. Einem Polizeisprecher zufolge liegt die beschädigte Zaunstelle an einer öffentlich zugänglichen Straße.

Die beiden Unfallbeteiligten geben an, nach dem Durchbrechen des Sicherheitszauns das Auto gewendet und das Flughafengelände sofort wieder verlassen zu haben. Das beschädigte Fahrzeug, ein Audi A5, hatte bei dem Unfall Splitter am Zaun hinterlassen. Laut Angaben der Verdächtigen hätten sie das Auto dann privat abschleppen lassen. Die sächsische Polizei stellte mittlerweile den Audi bei einem Autohändler sicher.

Der Staatsschutz überprüft nun, ob die Angaben der beiden Syrer glaubwürdig sind. Erschwert werden die Ermittlungen durch den Umstand, dass es keine Videoaufzeichnungen vom Zeitpunkt des Geschehens gibt. Eine Überwachungskamera war zwar in unmittelbarer Nähe des Zauns montiert, überwachte aber nur den Verkehr auf dem Rollfeld, nicht den Zaun selbst.

Beendet ist der Fall für die beiden Unfallfahrer damit noch nicht. Laut Bild-Informationen gibt es Ermittlungen gegen den jüngeren der Männer, weil er – seinen Schilderungen zufolge – ohne Fahrerlaubnis gefahren ist und Unfallflucht begangen hat. Auch der 32-jährige Besitzer des Autos wird sich womöglich dafür verantworten müssen, dass er einem dazu nicht berechtigten Fahranfänger sein Auto überließ.

Bild zitiert den Polizeisprecher Olaf Hoppe mit den Worten: "Die Ermittlungen zu den konkreten Abläufen am Unfallort, den konkreten Tatbeteiligungen und einer möglichen Motivlage werden fortgesetzt und sind noch nicht abgeschlossen."

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