Afrika

Ebola-Ausbruch in DR Kongo: Einwohner greifen Bestattungsteam an, Infizierte fliehen aus Quarantäne

Das Ebolafieber herrscht weiterhin in der Demokratischen Republik Kongo. Laut "Bloomberg" haben Einwohner eines Ortes im Osten des Landes ein Bestattungsteam attackiert, um den Leichnam eines Ebola-Opfers selbst beizusetzen. Zudem flohen elf Infizierte aus der Quarantäne.
Ebola-Ausbruch in DR Kongo: Einwohner greifen Bestattungsteam an, Infizierte fliehen aus QuarantäneQuelle: Gettyimages.ru © Daniel Buuma

Unbekannte haben ein Bestattungsteam im Osten der Demokratischen Republik Kongo attackiert. Nach Bloomberg-Angaben war das Team dabei, ein Ebola-Opfer sicher beizusetzen, als es im Ort Katana der Provinz Sud-Kivu angegriffen wurde. Im Ergebnis mussten die Fachleute den Sarg zurücklassen. Angehörige und Einwohner konnten daraufhin die sterblichen Überreste beerdigen.

Außerdem berichtete Bloomberg mit Verweis auf die kongolesischen Behörden über elf Ebola-Infizierte, die aus Quarantäne-Einrichtungen flohen. Während der Ebola-Ausbruch sich weiterhin in der am stärksten betroffenen Provinz des Landes ausbreitete, warnten Beamte der Gesundheitsbehörden, dass die jüngsten Vorfälle eine Kette neuer Infizierungen verursachen könnte, da der Virus auch nach dem Tod eines Infizierten ansteckend ist.

Laut offiziellen Angaben wurden im Kongo bislang 363 Infektionsfälle verzeichnet, 62 Menschen kamen ums Leben. Der Ebola-Ausbruch breitete sich auf einem wesentlichen Teil des Staatsgebiets aus. Die Behörden im benachbarten Uganda meldeten 15 Infektionen, eine Person ist tot.

In den vergangenen Wochen kam es im Kongo bereits wiederholt zu Angriffen auf medizinische Einrichtungen. Im Mai setzten Angehörige eines verstorbenen Fußballspielers ein Krankenhaus in Brand, weil sie den Ärzten misstrauten. Ferner verbrannten Einwohner einer Stadt Sanitätszelte der Organisation Ärzte ohne Grenzen, woraufhin Patienten unter Verdacht auf Ebola-Infektion flohen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief zuvor aufgrund des Ebola-Ausbruchs in Kongo und Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand aus.

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