Die Schweizer Nationalmannschaft muss bei der Vorbereitung auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ohne ihren prominenten Stürmer Breel Embolo auskommen. Der 29-Jährige konnte am Dienstag nicht mit dem Team in die Vereinigten Staaten fliegen. Nun liegt eine exklusive Information aus der US-Botschaft in Bern vor: Embolo darf in den nächsten acht Wochen nicht in die Vereinigten Staaten einreisen.
Diese Sperre hängt mit der im April 2026 rechtskräftig gewordenen Verurteilung wegen Drohungen aus dem Jahr 2018 zusammen. Die amerikanischen Behörden haben daraufhin eine vorübergehende Einreisebeschränkung verhängt. Obwohl Embolo in der Vergangenheit problemlos in die USA reisen konnte, hat die endgültige Rechtskraft des Urteils die Lage jetzt grundlegend verändert.
Der Schweizer Fussballverband SFV hatte unmittelbar nach dem Vorfall ein dringendes Visum beantragt. Die Botschaft bestätigte den Eingang des Gesuchs, stellte jedoch klar, dass eine Neubewertung erst nach Ablauf der acht Wochen möglich sei. Damit verpasst Embolo nicht nur die ersten Trainingstage in San Diego, sondern auch den WM-Auftakt gegen Katar am 13. Juni. Für Trainer Murat Yakin bedeutet dies eine spürbare Lücke in der Offensive.
Embolo gilt als einer der wichtigsten Spieler der Nati. Seine physische Präsenz und Torgefährlichkeit haben der Mannschaft in den vergangenen Jahren entscheidende Impulse gegeben. Ohne ihn muss das Team nun mit Alternativen planen – eine Herausforderung in einer ohnehin anspruchsvollen Gruppe.
Der Fall verdeutlicht einmal mehr die strengen Einreisevorschriften der USA. Selbst bei einer vergleichsweise milden, bedingten Strafe ohne Gewaltanwendung kann eine solche Sperre greifen. Der SFV hält sich derzeit bedeckt und bestätigt lediglich den laufenden Kontakt mit den Behörden.
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