Krater in Polen – Tusk: Spuren weisen auf russischen Marschflugkörper hin

Am Donnerstag wurde im Osten Polens ein lauter Knall gemeldet. Nahe Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin soll ein Flugkörper auf einem Feld einen rund zehn Meter breiten Krater verursacht haben.

Nach Angaben des Militärs wurden gegen 3:40 Uhr zwei Objekte auf dem Radar geortet, woraufhin Abfangjäger aufstiegen. Während einer der Flugkörper für den Krater verantwortlich sein soll, erschien das zweite Objekt laut Berichten nur kurz auf den Schirmen. Verletzte oder Sachschäden wurden bislang nicht gemeldet.

Noch bevor vor Ort überhaupt Untersuchungen aufgenommen werden konnten, behauptete Kiews Außenminister Sibiga auf der Plattform X bereits zu wissen, dass es sich um einen russischen Ch-101-Marschflugkörper handle. Polens Premierminister Donald Tusk schloss sich dieser Darstellung im Kern an, räumte jedoch ein, den Ergebnissen des Verfahrens nicht offiziell vorzugreifen.

Erst am Vortag hatte Tusk im nahegelegenen Lublin Wladimir Selenskij getroffen, wo unter anderem über den Schutz des Luftraums und weitere Waffenlieferungen beraten wurde.

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