Moskau und Neu-Delhi verstärken Marinekooperation

Teilnehmer der russisch-indischen Beratungen in Moskau erörterten unter anderem gemeinsame Projekte im Schiffbau, wie das Maritime Kollegium Russlands am Samstag mitteilte. Beide Länder beabsichtigen demnach auch, ihre Seepartnerschaft weiter auszubauen.

Nikolai Patruschew, ein hochrangiger Berater des russischen Präsidenten, der auch das Maritime Kollegium Russlands leitet, und der sicherheitspolitische Berater des indischen Premierministers, Ajit Doval, haben in Moskau Gespräche geführt. Dies geht aus einer Mitteilung der russischen Institution vom Samstag hervor.

Wie es heißt, haben Patruschew und Doval über die Zusammenarbeit zwischen Russland und Indien in der maritimen Branche beraten.

Auf der Agenda hätten unter anderem die Perspektiven für den Ausbau internationaler Transportrouten gestanden, da beide Länder in ihren Beziehungen auf die Steigerung des Güterumschlags setzen würden.

In der Mitteilung des Maritimen Kollegiums heißt es weiter:

"Darüber hinaus bekräftigten Moskau und Neu-Delhi ihr Engagement für eine Stärkung der Marinekooperation."

Die hochrangigen Vertreter Russlands und Indiens hätten sich zudem darüber ausgetauscht, wie die Sicherheit auf den Weltmeeren gewährleistet werden könne.

Patruschew und Doval erörterten der Mitteilung zufolge russische und indische Vorschläge zur Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Schiffbau und Schiffsreparatur, aber auch Möglichkeiten für wissenschaftliche Kooperation.

Bei den Konsultationen in Moskau war auch die Ausbildung von Fachkräften für den Schiffbau und die Handelsmarine Indiens an spezialisierten russischen Universitäten das Thema.  

Im November 2025 hatten in der indischen Hauptstadt russisch-indische Konsultationen zur maritimen Zusammenarbeit stattgefunden. Die russische Delegation leitete Nikolai Patruschew.

"Wir können Neu-Delhi interessante Initiativen im Bereich Schiffbau anbieten", erklärte damals Patruschew. Russland könne Indien unter anderem bestehende Konstruktionen von Fischerei-, Passagier- und Hilfsschiffen bereitstellen oder neue Projekte entwickeln.  

Mit russischer Beteiligung könnten zudem Schiffbau- und Schiffsreparaturcluster in wichtigen Wirtschaftsregionen Indiens wie Mumbai oder Chennai aufgebaut werden, stellte Patruschew fest.

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