Am 21. Mai fand erstmalig der bundesweite Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt" der bundesgeförderten Initiative "Deutsche Kulturrat e.V" statt. In Berlin präsentierte sich im Rahmen der dortigen Veranstaltung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die zuständige SPD-Ministerin Bärbel Bas höchstpersönlich. Ziel des Aktionstages sei der Einsatz für "eine freie, demokratische und vielfältige Gesellschaft", inklusive der Einforderung diesbezüglicher Wahrnehmungen. Die Bundesministerin ist laut Ministeriumsmitteilung "Unterstützerin des Aktionstages" und sorgt mit kontroversen Aussagen nun für Diskussionen.
Mehr als 450 Aktionen in allen Bundesländern hätten am Donnerstag dieser Woche landesweit "ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt" untermauert, so die Information des verantwortlichen Kulturrats.
Neben Bürgern und Prominenz aus der Gesellschaft hätten sich auch "Politik, Medien, Sport, Bund, Länder und Kommunen sowie Verbände, Religionsgemeinschaften und Sozialpartner" vermeintlich "für ein Ziel eingesetzt: eine freie, demokratische und vielfältige Gesellschaft".
Der Auftritt von Bas als Gastrednerin, im Rahmen ihres Beitrags mit dem Titel: "Arbeit ist wichtig für Teilhabe, Identifikation und sozialen Zusammenhalt", liefert indessen neuen medialen "Zündstoff", dies vorrangig in den sozialen Medien. Im Fokus stehen die von der SPD-Politikerin vermittelten Inhalte.
Einleitend erklärte sie, dass dieser Aktionstag aktuell "nötiger denn je sei", da "erneut" zu viele Menschen „diskriminiert werden, die als 'anders' gelesen werden". Folgende Aussage sorgt dabei aktuell für Diskussionen:
"Und wir wollen Farbe bekennen und wehren uns auch gegen die, dieses sogenannte Einheitsgrau oder ich will sogar Braun nennen, auch wenn manche sich danach sehnen, vielleicht sogar, aber so ist es halt nicht mehr. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren, es kann nur gelingen, wenn Vielfalt eben im Alltag auch gelebt wird."
Als Arbeitsministerin sei es ihr besonders wichtig, "genau hier anzusetzen", so Bas, um weiter wörtlich auszuführen:
"Wir brauchen die Menschen, die zu uns kommen, auch als Fachkräfte, ja, aber wir brauchen sie auch für die Vielfalt in unserer Gesellschaft, das ist genauso wichtig. Und deshalb, weil auch in vielen Branchen Fachkräfte fehlen ... dann ist das sicherlich ein wirtschaftlicher Aspekt,.."
AfD-Co-Chefin Alice Weidel reagierte auf X zu diesen Äußerungen mit der Feststellung:
"Wer die deutsche Bevölkerung pauschal als 'einheitsbraun' verunglimpft und die Folgen eines ganzen Jahrzehnts unkontrollierter Einwanderung nicht nur ignoriert, sondern noch mehr davon will, hat in einem Ministerium nichts verloren."
Die SPD-Politikerin hätte damit zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage eindrücklich verdeutlicht, "dass sie für das Amt einer Ministerin völlig ungeeignet ist". Weidel spricht damit den "Aufreger" von Anfang Mai an, als Bas im Bundestag zum Thema Migrationsprobleme und Belastungen für die Steuerzahler zu Protokoll gab:
"Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein, sondern wir brauchen das."
Bas erkennt demgegenüber "eine Konstante in unserer Geschichte", da Menschen in diesem Land "von rechten Stimmen" ungerechtfertigt stigmatisiert würden.
Die Gründe "für Mobilität", also Zuwanderung, seien "so vielfältig wie die Menschen". Zum Thema "Flüchtlinge" hob sie allein die "gelungene Integration" von ukrainischen Staatsangehörigen hervor, um dann fließend zum Thema Fußballweltmeisterschaft zu wechseln.
Es gehe schließlich täglich darum "fair miteinander umzugehen, im Sport, wie im Leben", so Bas ihren Redevortrag abschließend.
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