Großbritannien hat seine Sanktionsliste gegen Russland erweitert. Dies geht aus einer Mitteilung des britischen Außenministeriums vom Donnerstag hervor. 23 Unternehmen, drei Einzelpersonen und zwölf Schiffe sind von den Beschränkungen betroffen.
Die Liste umfasst nun zwei weitere russische Ölunternehmen: Sarubeschneft und INK-Capital. Ziel sei es, "den Zufluss russischer Öleinnahmen" zu unterbinden und "die Wege zur Umgehung" des Sanktionsregimes zu kappen.
Insgesamt wurden zwölf Schiffe in die Liste aufgenommen, die laut den britischen Behörden zur sogenannten russischen "Schattenflotte" gehörten. "Damit steigt die Gesamtzahl der sanktionierten Schiffe auf über 600", hieß es in der Stellungnahme. Die britischen Behörden begründeten die Beschränkungen mit der Beteiligung dieser Tanker am Transport von russischem Öl und Erdölprodukten in Drittländer. Die Sanktionen sehen ein Verbot der Einfahrt in britische Häfen und der Bereitstellung einer Reihe von Dienstleistungen für diese Schiffe vor.
Darüber hinaus hat London Sanktionen gegen drei Krypto-Börsen und zwei Zahlungsplattformen verhängt, darunter drei mit Bezug zu Kirgisistan. Die britische Regierung geht davon aus, dass diese von Moskau "zur Umgehung von Finanzsanktionen" genutzt würden.
Drei Einzelpersonen – Ulan Bukabajew (Kirgisistan), Alexander Jan Hendrik Tattersall (Niederlande) und Jegor Isajew (Russland) – wurden mit persönlichen Sanktionen belegt. Für Privatpersonen gelten eine Vermögenssperre und ein Einreiseverbot für das Vereinigte Königreich.
Großbritannien gab die letzte Erweiterung der Sanktionsliste am 1. Oktober bekannt. Von den Einschränkungen waren 23 natürliche und juristische Personen sowie acht Schiffe betroffen. Zu den Personen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, gehören der Berater des russischen Präsidenten und ehemalige Präsident Südossetiens Alan Gaglojew sowie der Präsident Südossetiens Marat Kambolow.
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