Die Europäische Kommission prüft die Möglichkeit, Ländern mit EU-Kandidatenstatus im Rahmen eines Konzepts der "schrittweisen Integration" wirtschaftliche Vorteile zu gewähren. Das berichtete die US-amerikanische Nachrichtenplattform Politico unter Berufung auf Quellen.
Den Plänen zufolge könnten die Beitrittskandidaten Zugang zu ausgewählten EU-Förderprogrammen, präferenziellen Handelsabkommen sowie zu Teilen des europäischen Binnenmarktes erhalten. Welche Vorteile ein Land erhält, soll nach Angaben eines EU-Beamten vom jeweiligen Fortschritt im Beitrittsprozess abhängen.
Wie Politico weiter berichtet, will Brüssel die Kandidatenländer mit solchen Anreizen auf dem richtigen Kurs halten und sie zu politisch anspruchsvollen Reformen motivieren. Dieser Wandel im Ansatz gegenüber den Bedingungen für die Aufnahme neuer Mitglieder spiegele den wachsenden Konsens unter den EU-Mitgliedstaaten wider, den Erweiterungsprozess zu beschleunigen – insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts.
Derzeit besitzen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Moldau, Nordmazedonien, Serbien, die Türkei, die Ukraine und Montenegro offiziell den Status eines EU-Beitrittskandidaten.
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